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Pathophysiologie der Ateminsuffizienz

Eine Ateminsuffizienz, die sich vor dem Hintergrund einer COPD entwickelt, stellt ein klassisches Atempumpversagen dar. Die Obstruktion nimmt zu, der intrinsic PEEP steigt und damit das Airtrapping. Die dadurch erhöhten Lungenvolumina führen zu einer Abflachung des Zwerchfells und einer horizontaleren Stellung der Rippen, was die ungünstigen Arbeitsbedingungen der Atemmuskulatur verstärkt und schließlich in die Erschöpfung mündet.

Das Ziel ist daher die Wiederherstellung einer ausreichenden Ventilation bei gleichzeitiger Entlastung der Atempumpe. Da primär kein Alveolarkollaps besteht, sind dazu meist keine hohen Beatmungsdrücke erforderlich.

Beatmung

Ist trotz maximaler Therapie keine Besserung der respiratorischen Situation erreichbar (Hyperkapnie, Atemfrequenz > 35 min-1, exzessive Atemarbeit, muskuläre Erschöpfung, Bewusstseinstrübung), so ist eine assistierte Beatmung erforderlich, die möglichst als nicht-invasives Verfahren (NIV - nicht-invasive Ventilation über Maske oder Helm) angewendet werden soll. Ein frühzeitiger NIV-Einsatz reduziert Intubationsrate, Beatmungsdauer und Akutmortalität.

 

Grundsätzliche Respiratoreinstellung:

Bei erfolgreicher Anwendung sollte sich die Hyperkapnie und die Atemfrequenz innerhalb der ersten Stunde verbessern.

Weitere Therapie nach Beherrschung der Akutsituation

Systemische Glukokortikoide: zunächst 50 mg/d Prednisolon (-äquivalent), ausschleichende Dosierung über z. B. 4 Wochen

Optimierung der bestehenden antiobstruktiven Therapie

 


Kategorie: Krankheitsbilder

 

Letzte Änderung: 01.07.2008