Hauptseite

Kategorien

Alphabetische Liste

Themenportale

criticalcare.at

Gefäßwiderstand

Der Widerstand, der im Gefäßsystem dem Blutstrom entgegengesetzt wird und durch die Herzarbeit überwunden werden muss, lässt sich anhand des Ohm´schen Gesetzes herleiten:

 

 

R ... Widerstand

U ... Spannung

I ... Stromfluss

 

So wie in der Elektrizitätslehre die Spannung die treibende Kraft ist, die den Strom in einem Stromkreis fließen lässt, ist im Gefäßssystem der dort herrschende Druck (bzw. eine Druckdifferenz) die treibende Kraft für den Blutfluss (entsprechend dem Herzzeitvolumen HZV).

Systemischer Gefäßwiderstand

Der systemische Kreislauf beginnt in der Aorta und endet vor dem rechten Herz; die Druckdifferenz ist damit die Differenz aus mittlerem arteriellem Druck (MAP) und zentralvenösem Druck (ZVD). Der systemische Widerstand ist daher:

 

 

Pulmonaler Gefäßwiderstand

Der Lungenkreislauf dagegen beginnt in der Pulmonalarterie (mit dem pulmonalarteriellen Mitteldruck PAP) und endet vor dem linken Herzen. Da jedoch der pulmonalvenöse Druck nicht zugänglich ist, kann als Annährung der pulmonalkapilläre Verschlussdruck (Wedge-Druck) für die Berechnung des pulmonalen Widerstands (PVR) verwendet werden:

 

 

 

Der Blutfluss in Form des Herzzeitvolumens (HZV) ist in beiden Kreisläufen identisch.

 

'80' ist in diesen Berechnungen ein Proportionalitätsfaktor, der es erlaubt, die gewohnten Einheiten für die Druckwerte (mmHg) und das HZV (l/min) zu verwenden.

 

 

Index-Werte

Wird zur besseren interindividuellen Vergleichbarkeit anstatt des Herzzeitvolumens der Herzindex (Cardiac Index CI) verwendet, so können der systemische Widerstandsindex (SVRI) bzw. der pulmonale Widerstandsindex (PVRI) berechnet werden.

Referenzbereiche

 

Angaben in dyn x sek x cm-5

SVR: 800-1200

PVR: 40-100

 

Angaben in dyn x sek x cm-5 x m-2

SVRI: 1400-2000

PVRI: 70-170

 


Kategorie: Physiologie

 

Letzte Änderung: 18.05.2008