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Beispielfragen zum schriftlichen Teil der Facharztprüfung Anästhesiologie und Intensivmedizin

 

Intravenöse Anästhetika

 

 

1.     Propofol

a.     ist in kommerziellen Zubereitungen in Sojaöl und Eiphosphatid gelöst.       

b.    wirkt antiemetisch in hypnotischer Dosierung.        

c.     kumuliert bei Patienten mit Leberinsuffizienz.         

d.    weist eine extrahepatische (pulmonale) Verstoffwechslung auf.      

e.     kann zu ausgeprägten Bradykardien und Asystolien führen.

 

2.     Etomidat

a.     wirkt dämpfend auf die Formatio reticularis.

b.    ist ein Imidazolderivat, mit einem pH von 3,4 und einer Osmolarität von 4900 mosmol/l.

c.     führt zu keinen Krampfäquivalenten im EEG.

d.    steigern den ICP um 36% vom Ausgangswert.       

e.     hemmen irreversibel die Kortisolsynthese (11-ß Hydroxylase).

 

3.     Ketamin

a.     wird in der Leber zu Norketamin demethyliert.         

b.    Norketamin hat eine 2-fach höhere anästhetische Potenz als Ketamin.

c.     Zur Narkoseeinleitung werden von Ketamin 1-2 mg/kgKG i.v. oder 4-6 mg/kgKG i.m. verwendet.

d.    ruft eine dissoziative Bewusstlosigkeit (Katalepsie) hervor.

e.     ist eine Razemat aus S(+)-Ketamin und R(-)-Ketamin im Verhältnis von 3:1,7.

 

4.     Barbiturate

a.     Alle Barbiturate weisen einen pH Wert zwischen 9 und 11 auf.

b.    Es gibt Oxybarbiturate (Sauerstoff an C2) und Thiobarbiturate (NH3 an C2).

c.     Der akute Myokardinfarkt ist eine KI für die Verwendung von Barbituraten.

d.    vermittelt eine Hyperalgesie.

e.     Thiopental vermindert die Sekretion von ACTH.

 

5.     Benzodiazepine

a.     Diazepam, Lorazepam und Triazolam haben aktive Metaboliten.

b.    verstärken die GABAerge Hemmung.

c.     verlängern die Kanalöffnungszeit des Chloridkanals.

d.    wirken auf GABA-A- und GABA-B-Rezeptoren.

e.     weise ein hohes Verteilungsvolumen auf.

 

6.     Propofol

a.     ist ein Diisopropylphenol.

b.    die zweiprozentige Lösung enthält mehr Propofol bei weniger Fett als die einprozentige Lösung.

c.     senkt den ICP und den CMRO2.

d.    die antiemetische Wirkung geht auf eine unspezifische Wirkung auf den 5-HT3-Rezeptor zurück.

e.     die antiemetische Wirkung entsteht durch Dämpfung kortikaler/subkortikaler Efferenzen einschließlich des Brechzentrums

 

7.     Benzodiazepine

a.     haben eine hohe Proteinbindung (80-90%).

b.    Es zeigt sich eine Wirkungsverlängerung bei Niereninsuffizienz.

c.     unterliegen drei Stoffwechselwegen: Demethylierung, Hydroxylierung, Glucuronidierung.

d.    weisen eine Enzyminduktion auf wie Barbiturate.

e.     verändern die Schlafphasen (vorallem den REM-Schlaf).

 

8.     Propofol

a.     ist kontraindiziert bei Patienten mit Porphyrie.

b.    macht Schmerzen bei Injektion in weniger als 5 % der Patienten.

c.     hat eine Proteinbindungsrate von 98 %.

d.    hat hypnotisch wirksame Metaboliten.

e.     kann ein Propofolinfusionssyndrom mit Rhabdomyolyse und Alkalose auslösen.

 

9.     Etomidate

a.     ist kreislauf- und leberschonend (steigert die Koronardurchblutung um 20 %).

b.    Zur Narkoseeinleitung werden 0,15-0,3 mg/kgKG iv verabreicht.

c.     erzeugt Myoklonien durch neuronale Enthemmung auf spinaler Ebene.

d.    führt zu relevanter Histaminausschüttung.

e.     löst bei 30 % der Erwachsenen Übelkeit und Erbrechen aus.

 

10.  Propofol

a.     ist ein Alkylphenolderivat.

b.    ist nur mit 5 %iger Glukoselösung kompatibel.

c.     gehört zu den Hypnotika mit überwiegend telencephaler Wirkung.

d.    Es gibt keine exzitatorischen Phänomene oder Myoklonien.

e.     Sind direkt negativ inotrop und direkt peripher vasodilatierend.

 

11.  Etomidate

a.     Kann eine Öl-in-Wasser-Emulsion sein und enthält dabei 10 % Triglyzeride.

b.    löst bei bis zu 75 % der Patienten Myoklonien aus.

c.     erhöht den intraokulären Druck.

d.    besitzt auch eine Wirkung am GABAA-Rezeptor.

e.     zeigt die beste Kreislaufverträglichkeit.

 

12.  Clonidin

a.     ist ein Imidazolinderivat.

b.    hat eine chemische Ähnlichkeit mit Etomidat.

c.     Die orale Bioverfügbarkeit beträgt 10 %.

d.    ist ein zentraler alpha-2-Rezeptor-Antagonist.

e.     wirkt anxiolytisch, sedierend und analgetisch.

 

13.  Clonidin

a.     steigert die Diurese.

b.    ist kein peripherer Alpha-1-Agonist.

c.     hemmt ADH und ANP.

d.    vermindert initial den Blutdruck.

e.     wirkt antisalivatorisch und antidiarrhöisch.

 

14.  Benzodiazepine

a.     Midazolam ist keine schwache Base.

b.    Midazolam ist schlechte venenverträglich.

c.     Midazolam kann intranasal angewendet werden.

d.    Midazolam unterliegt einem Ceiling-Effekt.

e.     Oxazepam und Lorazepam werden ausschließlich durch eine Phase-II-Reaktion inaktiviert.

 

15.  Barbiturate sind nicht geeignet bei

a.     akuter hepatischer Porphyrie.

b.    bei ausgeprägter Hypovolämie.

c.     zur Elektrokrampftherapie.

d.    bei Schädel-Hirn-Trauma.

e.     bei Asthma bronchiale.
 

16.  Flumazenil

a.     ist ein Benzodiazepin.

b.    kann gefahrlos bei erhöhtem ICP angewendet werden.

c.     entfaltet eine antagonistische Wirkung an NMDA-Rezeptoren.

d.    hat eine Halbwertszeit von 90 Minuten.

e.     verschleiert die Symptome einer Hypoglykämie.

 

17.  Propofol

a.     ist ein Imidazolinderivat.

b.    hat keine antikonvulsiven Eigenschaften.

c.     senkt den intraokulären Druck.

d.    ist bei Porphyrie kontraindiziert.

e.     weist antidiuretische Eigenschaften auf.

 

18.  Etomidat

a.     kann zu den Imidazolen gezählt werden.

b.    wirkt negativ inotrop, aber vasokonstriktiv.

c.     hat eine klinische Wirkdauer von 15 Minuten.

d.    ist bei Asthma bronchiale kontraindiziert.

e.     kann den intrakraniellen Druck steigern.

 

19.  Ketamin

a.     bewirkt eine Blutdrucksteigerung über eine zentrale Steigerung der Sympathikusaktivität.

b.    bewirkt eine zerebrale Vasokonstriktion.

c.     steigert den myokardialen Sauerstoffverbrauch.

d.    ruft eine Hypersalivation hervor.

e.     ist bei Asthma bronchiale kontraindiziert.

 

20.  Was trifft für alpha-2-Agonisten zu?

a.     Senken den MAC-Wert volatiler Anästhetika.

b.    Weisen eine ausgeprägte Tachyphylaxie auf.

c.     Wirken sedierend.

d.    Führen aufgrund der Blutdrucksenkung häufig zu einer Reflextachykardie.

e.     Dexmedetomidin ist ein Vertreter.

 

 

 

 

Antworten

 

Die Antworten wurden sehr sorgfältig überprüft, für die Richtigkeit kann jedoch (auch aufgrund teilweise divergierender Angaben in der Literatur) keine Gewähr übernommen werden.

 

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Letzte Änderung: 14.04.2008